Alles, was in deinem Buch steht, ist gerechnet.
Hier steht, woraus.
Deine Tageszahl
Jeder Tag trägt eine Zahl von eins bis neun. Sie ist bei jedem Menschen
eine andere, weil sie aus deinem Geburtsdatum kommt und nicht
aus dem Kalender.
Wie sie hier gerechnet wird: dein persönliches Jahr ergibt mit dem
Monat deinen persönlichen Monat. Dazu kommt die Quersumme des Tages, und
das Ganze wird auf eine Ziffer zusammengezählt.
Meistertag
Ein Tag, dessen Zahl beim Zusammenzählen auf 11, 22 oder 33 kommt.
Diese drei werden in der Numerologie nicht weiter zusammengezählt: aus der
11 wird keine 2 gemacht.
Solche Tage gelten als Tage mit einer höheren Spannung. Es geht leichter
und es geht auch schwerer, beides zugleich. Wer etwas aussprechen oder
beginnen will, nimmt gern einen davon. Im Monat sind es meist zwei oder
drei, manchmal keiner.
Leerlaufender Mond
Der Mond zieht durch zwölf Zeichen. Bevor er in das nächste wechselt,
macht er seinen letzten Winkel zu einem Planeten. Die Zeit zwischen diesem
letzten Winkel und dem Zeichenwechsel heißt leerlaufender Mond.
Im Englischen: void of course.
Die alte Regel dazu ist schlicht: In dieser Zeit fängt nichts Neues gut an.
Was man beginnt, verläuft sich oder wird anders als gedacht. Was man
abschließt, aufräumt, ruhen lässt oder träumt, gelingt gut. Es ist kein
schlechter Tag. Es ist ein Tag zum Lassen statt zum Anfangen.
Wie es hier gerechnet wird: mit denselben Ephemeriden, die auch die
Sternwarten benutzen, auf die Minute, in deiner Zeitzone.
Was den Monat gliedert
Zwei Sorten Tage geben einem Monat seine Form.
Die Mondphasen. Neumond ist der Anfang, da ist der Mond unsichtbar:
Zeit zum Säen, nicht zum Ernten. Das erste Viertel, der zunehmende Halbmond,
ist die erste Prüfung. Vollmond bringt ans Licht, was gewachsen ist, und macht
zugleich unruhig. Das letzte Viertel, der abnehmende Halbmond, ist die Zeit zum
Abschließen und Loslassen.
Die Zeichenwechsel. Wenn ein Planet in ein neues Zeichen tritt,
wechselt der Ton für Wochen oder Monate. Venus im Skorpion liebt anders als
Venus in der Waage.
Trifft deinen Geburtshimmel
Der Himmel von heute steht über dem Himmel deiner Geburt. Wenn ein Planet
von heute gradgenau auf einem Punkt deiner Geburt steht, nennt man das einen
Transit. Das ist der persönlichste Teil deines Kalenders: diese Tage
hat kein anderer Mensch.
Es gibt weiche Winkel, die etwas leichter machen, und harte, die etwas
verlangen. Beide sind brauchbar. Der harte kostet Kraft und bringt Bewegung,
der weiche öffnet eine Tür, die man selbst durchgehen muss.
Deine günstige Stunde
Alte Handwerkslehre, keine Erfindung: Der Tag zwischen Sonnenaufgang und
Sonnenuntergang wird in zwölf gleiche Teile geteilt, die Nacht ebenso. Diese
Stunden sind deshalb nicht sechzig Minuten lang, im Sommer sind die
Tagesstunden länger.
Jede dieser Stunden gehört einem Planeten, in der chaldäischen Reihe:
Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur, Mond. Die erste Stunde des Tages
gehört dem Planeten des Wochentags. Deine günstige Stunde ist die,
die dem Planeten deines Krafttags gehört. Sie steht in jedem Tagesblatt mit
Anfang und Ende.
Dein Krafttag
Aus deinem Geburtstag ergibt sich nach der chaldäischen Zählung eine Zahl,
und jede dieser Zahlen gehört einem Planeten: 1 der Sonne, 2 dem Mond,
3 dem Jupiter, 5 dem Merkur, 6 der Venus, 8 dem Saturn, 9 dem Mars.
Der Wochentag dieses Planeten ist dein Krafttag. An ihm laufen die
Dinge dir eher zu als entgegen. Und die günstige Stunde, die in jedem
Tagesblatt steht, ist genau die Stunde dieses Planeten.
Deine Zahlen
Lebenszahl — aus deinem vollen Geburtsdatum zusammengezählt. Sie
ändert sich nie. Sie sagt, womit du hergekommen bist.
Persönliches Jahr — Tag und Monat deiner Geburt plus das laufende
Jahr. Es wechselt jedes Jahr und läuft von eins bis neun, dann von vorn.
Persönlicher Monat — dein persönliches Jahr plus die Zahl des Monats.
Daraus kommt deine Tageszahl.
Die 11, 22 und 33 heißen Meisterzahlen und werden nicht weiter
zusammengezählt. Sie gelten als Zahlen mit mehr Spannung und mehr Aufgabe.
Aszendent, Sonne, Mond
Sonne ist das Zeichen, das die meisten als „ihr Sternzeichen" kennen.
Es sagt, worum es in deinem Leben geht.
Mond sagt, wie du fühlst und was du brauchst, um dich sicher zu fühlen.
Er wechselt alle zweieinhalb Tage das Zeichen, deshalb ist er ohne Geburtszeit
manchmal nicht eindeutig.
Aszendent ist das Zeichen, das im Moment deiner Geburt am östlichen
Horizont aufging. Er sagt, wie du auf andere wirkst. Er wechselt etwa alle zwei
Stunden — ohne Geburtszeit und Geburtsort lässt er sich nicht rechnen.
Steht er nicht in deiner Zeichenkarte, fehlt uns eines von beiden.